Multifokale Linsen: Als in das Auge implantierbare Multifokallinsen und als multifokale Kontaktlinsen

Multifokale Linsen an sich als Form der Sehstärkenverbesserung bzw. Korrektur von Sehfehlern gibt es bereits seit einigen Jahren, sie gewinnt aber erst in letzter Zeit durch die großen Verbesserungen im Bereich der Kataraktchirurgie vermehrt an Bedeutung.

Im Gegensatz zu Bifokallinsen, bei denen die Sichtbereichseinteilung sektorförmig vorgenommen wird, werden bei den Multifokallinsen Flächen benutzt, die es ermöglichen, ferne und nahe Objekte gleichzeitig scharf auf der Netzhaut abzubilden. Das Auges des Trägers der Linsen filtert dann in einem unbewussten Vorgang das von ihm gewünschte Bild aus den Informationen heraus.

Wichtig ist es, die beiden Arten bzw. Möglichkeiten von Multifokallinsen nicht zu verwechseln: Es gibt einmal Multifokallinsen, die (als Ersatzlinse) in das Auge implantiert werden, und es gibt multifokale Kontaktlinsen, die man wie übliche Kontaktlinsen trägt.

Was die Leistung solcher implantierbarer Linsen betrifft, liegen mittlerweile klinische Studien vor, die sehr gute Ergebnisse zeigen. Auf der einen Seite kann es durch den Lichteinfall zu störenden, sogenannten photischen Phänomenen kommen, wie z.B. Halos. Auf der anderen Seite erreicht man aber durch derartige Linsen heutzutage bereits eine Brillenunabhängigkeit von mehr als 80 Prozent.

Multifokale Kontaktlinsen als zweite Variante von Multifokallinsen gehören in die Gruppe der Gleitsichtkontaktlinsen.

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