Bifokale Kontaktlinsen – simultan vs. alternierend
Von Dr. Multifokallinse | 21. Oktober 2008 | Kategorie: Bifokale Linsen | Keine Kommentare »Mit bifokalen Kontaktlinsen wird die Sehschärfe im Nah- und Fernbereich gleichzeitig korrigiert. Sie wurden speziell für Menschen entwickelt, die unter Kurz- und Weitsichtigkeit leiden. Hervorzuheben ist hier die Presbyopia, eine altersbedingte Sehschwäche im Nah- und Fernbereich. Beim Vorliegen einer Presbyopia kann sich das Auge nicht mehr vom Fern- zum Nahbereich und umgekehrt anpassen bzw. adaptieren. Die ist auf die altersbedingte abnehmende Elastizität des Augapfels zurückzuführen. Verschwommen Bilder und Umrisse sind die Folge.
Bei den bifokalen Kontaktlinsen unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Systemen: der simultanen und alternierenden Korrektur. Bei alternierenden Linsen sitzt der Nahbereich im unteren Teil und der Fernbereich im oberen Teil der Linse, womit der Kontaktlinsenträger durch die Blickrichtung bestimmt, ob er durch den Nah- bzw. Fernbereich der Linse schaut. Bei den simultanen Systemen hat der Träger den Nah- und Fernbereich gleichzeitig vor der Pupille. Die Bilder überlagern sich auf der Netzhaut, wobei der Träger lernt, sich auf das scharfe Netzhautbild zu konzentrieren. Bifokale Kontaktlinsen gibt es als Hart-, Weich- oder Einweglinsen.